Argumentieren und diskutieren statt demonstrieren
Demonstrationen sind ja in unserem Recht erlaubt und verankert. Die Studierenden der Hauptuni (mehr sind das ja nicht) legen ihre Bücher nieder und würden am liebsten ihre Uni niederbrennen. Ich vergleich das mal mit dem Arbeiter, der seinen Arbeitsplatz niederfackeln wollte. Jetzt weiß ich schon, dass diese Besetzung der Uni rein links-politisch motiviert sind und sicher 90% der Studenten nur mitmachen, weil sie dann uneingeschränkte Party feiern können und dass die im Hörsaal rauchen können und sogar Farb-Bomben an die Wände schmeißen -> ohne dass sich jemand aufregt, es ist doch Studentenstreik!
Nur ich mach daraus eigentlich keinen Spaß und sehe das nicht ein. In meinen Augen sind die Zeiten der Demos schon lange vorbei… warum setzt man sich als ÖH Hauptuni nicht zusammen mitn Minister Hahn und redet drüber?! Die Forderungen sind sowieso dermaßen überzogen, dass da nix rauskommen kann! Realitätsfremd und leider unrealistisch…
Ich kann mich noch erinnern, voriges Jahr wurden die Studiengebühren abgeschafft und die Hauptuni (wo der Anteil der links-linken am höchsten ist – Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel) hat gefeiert. Dass wir damals schon gesagt haben, dass diese Maßnahme schwerwiegende Verluste in der Qualität der Ausbildung haben wird, wollte niemand wissen – hauptsache die Forderung is durch… ohne an das Morgen zu denken, hinter den Kommunisten die Sinnflut!
Tja, das Hauptproblem sehe ich bei jenen Studenten, die dadurch mal einen extrem schlechten Ruf mit sich ziehen, obwohl sie damit überhaupt nichts, aber auch gar nix damit zu tun haben wollen und bei jenen, die eigentlich schon ernsthaft und verantwortungsbewusst studieren wollen! Studieren und lernen für ihr Leben, für ihren Beruf und schließlich für den Arbeitsmarkt…
Und junge Menschen dabei blockieren, das kann nicht der Sinn der Sache sein!
Außerdem, zahlen die Roten und Grünen nun die 16.000,- Miete für andere Seminarräume pro Tag (!) oder die Renovierung der Hauptuni? glaub ich nicht, da müssen nun alle wieder in die Tasche greifen!
Dass nun auch verscuht wird, auch noch andere Studenten vom Studium abzuhalten (auf anderen Unis oder in anderen Städten) halte ich für sowas von Fehl am Platz! Da kann man ja nicht davon reden, dass man sich einsetzt für Studenten! Und was macht die ÖH: die schaut zu… wie eine Gewerkschaft, die nur zuschaut…aber so sinds…
und haben die Störenfriede nun einen Termin beim Hahn, wollen sie nicht, dass ihre Party nicht endet…






Da muss ich dir voll und ganz Recht geben. Wer als Arbeitnehmer wünscht sich nicht ab und zu seinen Arbeitsplatz niederzufackeln, jedoch WO? würden wir da dann hinkommen. Das wäre sicherlich nicht der richtige Weg!
Das was die Studenten (nicht ALLE) derzeit abhalten, halte ich sowieso für eine Frechheit. Ihre Forderungen sind nur ein Witz und sicherlich nicht realisierbar.
Was noch eine Frechheit ist:
Die Studiengebühren wurden abgeschafft und die Studenten feierten eine Party. Nun beschweren sich die Studenten, dass die Säle zu voll sind, die Unis nicht auf dem neusten Stand sind usw…
Besonders lächerlich ist das die GRÜNEN noch die Studenten animieren zum PROTEST.
Ich finde, das die Unis nicht Schuld sind, sondern die Regierung die das Beschlossen hat.
mfg
Ich finde die Audimax-Besetzung prinzipiell richtig (war ja selbst eine Stunde am Dienstag dort
). Immerhin geht es um so elementare Dinge wie den freien Hochschulzugang.
Außerdem muss ich sagen, dass ich faszinierend finde wie die Studierenden das Ganze organisieren (über Web 2.0-Plattformen, über SMS, mit Aktionsgemeinschaften selbst fürs Müllwegräumen – und das Ganze ohne finanziellen Rückhhalt). Statt immer nur über die Audimax-BesetzerInnen zu schimpfen, sollte man lieber das Organisationstalent dieser jungen Menschen erkennen und für die Gesellschaft (egal ob Politik, Wirtschaft oder sonstige gesellschaftliche Bereiche) nützen …
Über die sogenannten 1968er hat man auch immer nur geschimpft – heute sind die meisten 1968er angesehene und erfolgreiche PolitikerInnen und ManagerInnen…
Lange Rede -kurze Sinn:
Talente erkennen statt spießbürgerliche Phrasen von sich geben würde ich persönlich für intelligenter halten …
Christoph, dein Beitrag trifft es auf den Punkt. Finde das unmöglich, was die aufführen. Zu den Studiengebühren: Die Studenten, die ihr Studium wirklich ernst nehmen und auch dementsprechende Leistungen erbringen, sollten von Studiengebühren befreit sein, und für die, die nur die Jahre faul vor sich hin vegetieren, 3-4 mal das Fach wechseln, sollte es Gebühren geben. Bezüglich Organisationstalenten unter den Studierenden, finde das nebensächlich in dem Fall und heutzutage gehört gute Organisation zum Leben
Das was die organisieren, gehört für Familien zum Alltag! Nichts für ungut 
Liebe Grüsse
Hallo lieber Christoph!
“Jetzt weiß ich schon, dass diese Besetzung der Uni rein links-politisch motiviert sind und sicher 90% der Studenten nur mitmachen, weil sie dann uneingeschränkte Party feiern können…”
–> dass du denkst, dass die Besetzung rein links-politisch motiviert ist zeigt, dass du noch kein einziges Mal dort warst.
“In meinen Augen sind die Zeiten der Demos schon lange vorbei…”
–> Diese Aussage finde ich höchst bedenklich! Da hätt ich gerne wirklich noch eine Erläuterung dazu!
“Die Forderungen sind sowieso dermaßen überzogen, dass da nix rauskommen kann! Realitätsfremd und leider unrealistisch…”
–> leider muss man nun mal GROSSES fordern um zumindest KLEINES zu erreichen.
“Studieren und lernen für ihr Leben, für ihren Beruf und schließlich für den Arbeitsmarkt…”
–> wenn du mal ins AudiMax voerbeikommen würdest, würdest du erkennen, dass genau das dort gerade passiert.
Ich finde deinen Beitrag höchst einseitig und er zeugt nicht gerade von einer fundierten Ausdeinandersetzung mit der Thematik. Man kann natürlich darüber diskutieren wie man zu der Besetzung steht, aber dazu sollte man sich erstmal damit auseinandersetzen.
Ich würde mich über eine Antwort freuen!
LG, Anna